Urlaub im Kloster Arenberg

Der letzte Schreyl ‒ Urlaub mal ganz anders.

Marco Schreyl begibt sich in das Kloster Arenberg in der Nähe von Koblenz. Hier kann man nicht nur die Seele baumeln lassen, meditieren, Stille und Einkehr genießen, sondern auch den Körper bei Workout, Aqua-Gymnastik und Nordic-Walking fit halten. Wellness mit Gottes Segen ‒ ein Tag im Kloster, und Marco fühlt sich wie neugeboren. Zuerst besucht Marco zusammen mit Schwester Josefa den Klostergarten. Noch interessieren ihn eher weltliche Fragen: "Wenn Sie sich etwas Schönes kaufen möchten, wie funktioniert das? Haben Sie eine Kreditkarte?" Schwester Josefa lacht. "Nein", sagt sie, "wenn ich etwas haben möchte, überlege ich mir, ob ich es mir zum Beispiel zu Weihnachten wünschen könnte.
Und wenn Weihnachten noch zu weit weg ist und ich denke, das hätte ich gerne vorher und könnte ich auch gut gebrauchen, kann ich mit dieser Entscheidung zu meiner Oberin gehen und dann gucken wir gemeinsam, ob das sinnvoll ist oder nicht."

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Keine Berührungsängste
Im Kloster Arenberg haben die Dominikaner-Schwestern den weltlichen Gütern den Rücken gekehrt und leben uns trotzdem vor, wie es ist, mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen. Nie ist weltfremde Distanz zu spüren, immer sind sie da, wenn man sie braucht, sie sind offen, warmherzig, zum Scherzen aufgelegt, Nonnen ohne Berührungsängste.

Nach einer göttlichen Aroma-Massage von Schwester Andrea ‒ sie ist zugleich Ordensfrau und Physiotherapeutin ‒ fühlt sich Marco wie im siebten Himmel. Entspannt begibt er sich in den Klostergarten.



Marco und Schwester Annunziata beim Schachspielen
 
Hier trifft er auf Christiane Heitmann ‒ sie kommt regelmäßig ins Kloster, um abzuschalten. "Ich habe hier meinen Ruhepunkt gefunden," sagt sie. "Ich bin hier Sonntagabend total hektisch angekommen und habe sofort gedacht, als ich auf meinem Zimmer war, so jetzt kannst du deinen Alltag endlich abstreifen."
Das Handy habe sie gar nicht erst mitgenommen, fügt sie auf Nachfrage hinzu.


Suche nach Stille
Stille, Gebete und Meditation werden im Kloster großgeschrieben. Den Geist entspannen und nähren. Schwester Scholastika ist für die Seelsorge zuständig und hat bereits eine große Fangemeinde gefunden. "Was suchen die Menschen, wenn sie hierher kommen?", möchte Marco wissen. "Zunächst die Stille, die Ruhe", antwortet sie, "auch wenn manche mit der Stille nur schwer umgehen können, aber ich glaube, das Entscheidende, was sie suchen ist, mit ihrem eigenen Leben, so wie es ist, da sein zu dürfen, angenommen, aufgenommen zu sein in diesem Haus, dass der Mensch so sein darf, wie er eben da ist."

Das Kontrastprogramm: Laute Pop-Musik dringt aus dem Vitalzentrum. Hier kann Marco auch für den Körper etwas Gutes tun. Workout, Aqua-Gymnastik, Nordic-Walking gehören zum Angebot des Klosters. Und sich auf dem Crosstrainer mit Schwestern über geistliche Fragen zu unterhalten, ist so leicht durch nichts zu übertreffen. Urlaub für Geist und Körper ‒ ein Tag im Kloster Arenberg ist für Marco in jedem Fall "Der letzte Schreyl".

Christine Heitmann



Schwester Scholastika