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Einen
mutigen Schritt wagten die Schwestern vom Kloster
Arenberg im Jahr 2003. Nach einem großen Neu-
und Umbau eröffneten sie ein modernes und komfortables
Gästehaus, in dem gestresste Seelen nach ein
ganzheitlichen Konzept verwöhnt werden.
Über der Festung Ehrenbreitstein mit Blick
auf Koblenz und das Rheintal liegt das idyllische
Arenberg, seit 1 970 ein Stadtteil von Koblenz.
Im Jahr 868 tauchte der Ort erstmals in einer Urkunde
auf: König Ludwig der Deutsche schenkte ihn
dem Kloster St. Marien in Herford. Die Äbtissin
des Herforder Klosters beauftragte 1 226 einen Ritter
aus dem Geschlecht derer von Heifenstein, den Besitz
in Arenberg zu verwalten. Dieses Geschlecht baute
Ende des 13. Jahrhunderts auf dem Gelände des
heutigen Dominikanerinnenklosters ein Wasserschloss,
das den Dreißigjährigen Krieg nur als
Ruine überstand.
1692
verkaufte das Herforder Kloster St. Marien Arenberg
an den Kurfürsten von Trier, und in den Folgejahren
gehörte die Anlage wechselnden Besitzern.
Vom
Bauerndorf zum Wallfahrtsort
Ab 1834 machte Pfarrer Johann Baptist Kraus aus
dem verschlafenen Bauerndorf einen bekannten Wallfahrtsort,
er ließ eine Schule bauen und einen Naturpark
- »Die heiligen Orte von Arenberg« -
anlegen. Immer mehr Besucher kamen in das Dörfchen,
und so entstanden bald Gasthöfe und kleine
Geschäfte.
1860
legte Pfarrer Kraus den Grundstein zu einer neuen
Pfarr- und Wallfahrtskirche; dieses im neuromanischen
Stil erbaute Gotteshaus ersetzte die kleine Dorfkirche.
Der emsige Pfarrer war es auch, der die Dominikanerinnen
nach Arenberg holte:
Er bat das Schweizer Kloster St. Peter in Schwyz
um Unterstützung bei der Pflege seines Wallfahrtsortes
und der Pfarrgemeinde. So kamen 1868 die ersten
drei Nonnen an den Rhein, unter ihnen Cherubine
Willimann, die Gründerin der Gemeinschaft der
Arenberger Dominikanerinnen - sie sind Schwestern
der Hi. Katharina von Siena vom Dritten Orden des
Hl. Dominikus.
Die
Nonnen kümmern sich überwiegend um Kinder,
Jugendliche, um arme, kranke und alte Menschen und
das nicht nur in Koblenz, sondern auch in Berlin,
Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen, Remscheid,
Kirn, Daleiden in der Eifel sowie in der Schweiz
und in Bolivien.
Besucher des Ordensmutterhauses auf dem Arenberg
erfahren im klostereigenen Kräutergarten Interessantes
über Wild- und Heilpflanzen. Die Schwestern
bereiten aus den dort angebauten Kräutern unter
anderem Tees, die die Gäste im Speisesaal verkosten
können.
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