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Die schönsten Klöster in Deutschland,
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Dominikanerinnenkloster Arenberg

Gerald Drews – Jürgen Werlitz
Fotos: Kloster Arenberg


Modernen Komfort in historischen Mauern bietet Kloster Arenberg in Koblenz: Konvent und Gästehaus liegen Hoch über dem Rheintal auf dem Gelände eines ehemaligen Wasserschlosses


Die Kräuter aus dem Kräutergarten werden zu Heiltees verarbeitet


Die Gästekapelle in Kloster Arenberg ist ein modern ausgestatteter sakraler Raum


Meditationsraum in Kloster Arenebrg

Einen mutigen Schritt wagten die Schwestern vom Kloster Arenberg im Jahr 2003. Nach einem großen Neu- und Umbau eröffneten sie ein modernes und komfortables Gästehaus, in dem gestresste Seelen nach ein ganzheitlichen Konzept verwöhnt werden.

Über der Festung Ehrenbreitstein mit Blick auf Koblenz und das Rheintal liegt das idyllische Arenberg, seit 1 970 ein Stadtteil von Koblenz.
Im Jahr 868 tauchte der Ort erstmals in einer Urkunde auf: König Ludwig der Deutsche schenkte ihn dem Kloster St. Marien in Herford. Die Äbtissin des Herforder Klosters beauftragte 1 226 einen Ritter aus dem Geschlecht derer von Heifenstein, den Besitz in Arenberg zu verwalten. Dieses Geschlecht baute Ende des 13. Jahrhunderts auf dem Gelände des heutigen Dominikanerinnenklosters ein Wasserschloss, das den Dreißigjährigen Krieg nur als Ruine überstand.

1692 verkaufte das Herforder Kloster St. Marien Arenberg an den Kurfürsten von Trier, und in den Folgejahren gehörte die Anlage wechselnden Besitzern.

Vom Bauerndorf zum Wallfahrtsort
Ab 1834 machte Pfarrer Johann Baptist Kraus aus dem verschlafenen Bauerndorf einen bekannten Wallfahrtsort, er ließ eine Schule bauen und einen Naturpark - »Die heiligen Orte von Arenberg« - anlegen. Immer mehr Besucher kamen in das Dörfchen, und so entstanden bald Gasthöfe und kleine Geschäfte.

1860 legte Pfarrer Kraus den Grundstein zu einer neuen Pfarr- und Wallfahrtskirche; dieses im neuromanischen Stil erbaute Gotteshaus ersetzte die kleine Dorfkirche. Der emsige Pfarrer war es auch, der die Dominikanerinnen nach Arenberg holte:
Er bat das Schweizer Kloster St. Peter in Schwyz um Unterstützung bei der Pflege seines Wallfahrtsortes und der Pfarrgemeinde. So kamen 1868 die ersten drei Nonnen an den Rhein, unter ihnen Cherubine Willimann, die Gründerin der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen - sie sind Schwestern der Hi. Katharina von Siena vom Dritten Orden des Hl. Dominikus.

Die Nonnen kümmern sich überwiegend um Kinder, Jugendliche, um arme, kranke und alte Menschen und das nicht nur in Koblenz, sondern auch in Berlin, Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen, Remscheid, Kirn, Daleiden in der Eifel sowie in der Schweiz und in Bolivien.

Besucher des Ordensmutterhauses auf dem Arenberg erfahren im klostereigenen Kräutergarten Interessantes über Wild- und Heilpflanzen. Die Schwestern bereiten aus den dort angebauten Kräutern unter anderem Tees, die die Gäste im Speisesaal verkosten können.


Arenberg - das »Wellness - Kloster«
Vor einigen Jahren stand das Mutterhaus der Arenberger Dominikanerinnen vor einer schwierigen Entscheidung - die Zukunft des Gästehauses und ehemaligen Kneipp-Sanatoriums musste vor allem aus wirtschaftlichen Gründen neu überdacht werden. Die Schwestern entschieden sich zu einem mutigen Schritt, der sich gelohnt hat: Für mehrere Millionen Euro bauten sie den ehemaligen Gästetrakt und das bis dahin betriebene Kneipp-Sanatorium zu einem neuen Gästehaus und einem Vitalzentrum mit modernstem Komfort um. Im Juli 2003 feierten sie die Eröffnung des neuen »Wellness-Klosters«.
Dabei wollen sich die Arenberger Dominikanerinnen nicht auf das Angebot eines reinen Wohlfühl-Tempels reduzieren lassen. Ihr ganzheitliches Konzept unter dem Motto »erholen - begegnen - heilen« bezieht ganz bewusst spirituelle und religiöse Angebote ein: Körper, Geist und Seele sollen hier Kraft tanken können. Dafür sorgt ein umfangreiches Programm vom morgendlichen Tautreten über Massagen, Gymnastik, Wasser- und Bewegungstherapie, gesunde Ernährung bis zur Meditation und
dem Mitfeiern der Gottesdienste. Ausgangspunkt für das neue Konzept war die Gesundheitslehre von Pfarrer Sebastian Kneipp, die die Schwestern »zeitgemäß interpretieren«, wie sie selbst sagen. Wer sich im Kloster Arenberg verwöhnen lassen möchte, ist in hellen, freundlich eingerichteten Einzeloder Doppelzimmern untergebracht.

 

 

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