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Vormittags
Konditionstraining, nachmittags Besinnung - im Kloster
Arenberg bei Koblenz ist das möglich. Die Schwestern des
Dominikanerinnen-Ordens kümmern sich hier um das geistige
und körperliche Wohl ihrer Gäste. Sie haben unmittelbar
neben ihrem Mutterhaus ein hochmodernes Wellnesshotel
errichten lassen.
Zum Angebot im Kloster zählt Gymnastik genauso wie das
Gespräch. Wer ins Kloster Arenberg kommt, wird jedoch
nicht nach Religion oder Familienstand gefragt. Alle -
und das ist den frommen Schwestern besonders wichtig -
geistlichen Angebote sind freiwillig.
Mit diesem Konzept begeistern die Ordensfrauen ihre Gäste.
Philosophie
Erholen,
begegnen, heilen. So verstehen die Nonnen ihr bundesweit
einmaliges Angebot. Der Dienst am Nächsten hat bei den
Dominikanerinnen eine lange Tradition. Seit der Gründung
des Klosters im 19. Jahrhundert widmen sie sich Reisenden
und Bedürftigen. Von daher sehen die frommen Schwestern
in ihrem Wellnesshotel eine zeitgemäße Fortführung dieses
Ordensgedankens.
Das Konzept war im Kloster allerdings umstritten. Lange
haben die insgesamt 64 Ordensschwestern diskutiert,
ob und wie der Balanceakt zwischen einem Ort der Stille
und einem rentablen Unternehmen zu meistern sei.
Wer das Kloster Arenberg heute besucht, merkt schnell,
dass trotz des geschäftigen Übernachtungsbetriebes immer
noch eine besinnliche Atmosphäre herrscht.
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Ein
Zentrum für Körper, Geist und Seele
Im
Vitalzentrum des Klosters finden selbst verwöhnte
Wellnessurlauber alles, was ihr Herz begehrt: Sauna,
Schwimmbad, Fitnessraum, Fango, Heusäcke, Kneippsche
Anwendungen und sogar ein so genanntes Crystalbad.
Darin werden die Besucher mit Magnetfeldern, Licht-
und Schallwellen beglückt. Angeblich ein ganz besonderes
Erlebnis.
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Den neudeutschen
Begriff "Wellness" hören die Schwestern dabei gar nicht
gerne. Das ist ihnen zu oberflächlich. Sie haben einen ganzheitlichen
Ansatz, der Körper, Geist und Seele umfasst. In Anlehnung
an Pfarrer Sebastian Kneipp spielt dabei die Kräutermedizin
eine große Rolle.
Kräutermedizin
im Kloster
Im Kräutergarten
lernen die Gäste Wissenswertes über Wildpflanzen und deren
Verwendung als Hausmittel. Besonders beliebt sind die Tees,
die eine kundige Schwester aus eigenen Kräutern täglich
frisch aufbrüht. Durch sie konnte schon so manches Zipperlein
kuriert werden.
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Ein
ganz besonderes Erlebnis ist der so genannte Kräuterspaziergang.
Unter Anleitung einer Schwester wandern die Gäste
durch das weitläufige Areal und sammeln gesunde Gaumenfreuden.
Dabei landen bekannte Blüten wie Gänseblümchen, aber
auch weniger bekannte, wie Ehrenpreis und Wiesenschaumkraut,
in den Sammelschälchen. Dass diese Wildblumen so gut
schmecken, hätten sich die wenigsten träumen lassen.
Alle zusammen ergeben einen köstlichen Salat, der
auch der Gesundheit zugute kommt. |
Rundum-Angebot
Spötter
behaupten, dass die katholische Kirche mit dem Kloster
Arenberg ihren ersten "All-inclusive-Club" eröffnet hat.
Wer mag, kann den Tag mit Tautreten in den Klostergärten
beginnen und mit dem so genannten Impuls in die Nacht -
einer gemeinsamen Andacht von Nonnen und Gästen -
besinnlich ausklingen lassen. Selbstverständlich kommt
die Spiritualität an einem solchen Ort nicht zu kurz.
Ein Meditationsraum ist rund um die Uhr geöffnet, und
die Gäste können an vielen anderen religiösen Angeboten
teilnehmen.
Gesundet und gestärkt - so kehren viele Gäste nach
einem Aufenthalt im Kloster zurück in ihren Alltag.
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