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Pilgern
zum Vier-Sterne-Kloster
Entspannung mit Massage und christlicher
Meditation
Die Dominikanerinnen spannen den Bogen zwischen irdischen
und überirdischen Anwendungen
von
Beate Hitzler
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Göttlich
ist dieser Anblick von Schwester Andrea, Nonne des Dominikanerinnen-Ordens
im Kloster Arenberg. Sportlich marschiert sie in ihrem
weißen Habit, grüner Fleecejacke und Laufschuhen
durch die Parkanlage. Doch ehe sie richtig loslegt, zieht
sie schnell die Sportschuhe aus und verschwindet in der
Morgendämmerung. Stakst barfuß über die
tau-nasse Wiese, gefolgt von den frühaktiven Gästen
des Vier-Sterne-Klosters. Tautreten heißt das morgendliche
Ritual. "Bitte nicht stehen bleiben", ruft sie
energisch und vertreibt Schlaf und Müdigkeit, "die
Füße sollen nicht kalt werden."
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Wenig
später kribbeln die Füße, wieder eingepackt
in dicke Socken, in den Turnschuhen, und im sportlichen
Walking-Tempo marschiert die Gruppe durch die weite
Parkanlage, vorbei an lauschigen Gartenlauben, Apfelbäumen
und duftenden Kräuterbeeten.
Bei
der abschließenden Gymnastikeinheit unterm Kastanienbaum
erzählt Schwester Andrea stolz, dass sie bald Nordic
Walking anbieten wird. "Die Stöcke habe ich
bereits angeschafft, es fehlen nur noch die Herzfrequenz-Uhren."
Von wegen angestaubte oder altertümliche Klosteratmosphäre.
Moderne Tipps für Körper und Seele gibt es
im Kloster Arenberg auf Schritt und Tritt. Vor allem
im Refugium von Schwester Andrea, dem modern gestylten
Vitalzentrum.Dass sich die Dominikanerinnen des Klosters
Arenberg von Kopf bis Fuß dem irdischen Wohlbefinden
widmen, hat Tradition. So steht der Orden als karitative
Einrichtung schon immer Hilfe suchenden Mitmenschen
zur Seite und im mächtigen Backsteingebäude
gab es in den 50er Jahren ein Kneipp-Sanatorium. Das
wuchtige Gebäude von einst steht heute noch, doch
ist im ehemaligen Bäderbereich ist die einstige
Kneippsche Nüchternheit wie weggeblasen:
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Hochmodem
und gemäß den Leitlinien von Feng Shui ist
Arenbergs Vitalzentrum designt, sind alle Behandlungs-Räume
wohlig-angenehm eingerichtet. Überall Überall
duftet es nach feinen Aromaölen, die Wände geben
mit ihren warmen Farbtönen ein Gefühl von Geborgenheit.
Spätestens in der Sprudelwanne des Kristallbads lassen
sich die Gedanken bei entspannender Musik und wechselnden
Farben in eine andere Welt entführen.
Der Ruhe suchende Gast ist tatsächlich in einer anderen
Welt. In einem Kloster, in dem die Zukunft eingezogen
ist, in dem Tradition und modernes Denken Hand in Hand
gehen. Und so gibt es neben Laudes, Mittagshore und Vesper
im Mutterhaus, neben Seelsorge, Meditation, Morgen- und
Nachtimpulsen in der Kapelle dieses überirdische
Verwöhn und Entspannungsprogramm mit Aqua Gymnastik,
physiotherapeutischen Anwendungen, Aromamassagen, Chi
Gong, Sprudel- und Kristallbädern, Sauna, Solarium
und Infrarot. |
"Wir
schaffen Räume, in denen Sie Körper und Seele
fallen und ein Stück weit loslassen können.
Wir fangen Sie auf und hellen dabei, wieder Boden zu finden",
erklärt Schwester Scholastika den Erfolg des Konzeptes.
Die 38-jährige ehemalige Grundschullehrerin ist verantwortlich
für den Noviziatskonvent, kümmert sich um die
Wellness- und Erholungssuchenden und widmet sich vor allem
der Seelsorge. Ein Konzept, das in die Zeit passt, denn
das "Klosterleben boomt, wir spüren ein großes
Interesse", erzählt sie lachend. "Dahinter
steckt wohl die Ursehnsucht des Menschen nach einem gelungenen
Leben in Frieden. Wir strahlen es aus", sagt Schwester
Scholastika, "Wir sind nicht abhängig von Erwartungen
und Leistung und dürfen als Mensch so sein, wie wir
sind." Eines sind sie bestimmt, die Schwestern von
Kloster Arenberg. Sie sind mit sich im Reinen und nehmen
freundlich und gut gelaunt den Wellnesspilgern kiloweise
Druck und Hektik ab.
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