Sebastian Kneipp kann als Vorreiter der Naturheil- und Ganzheitsmedizin unserer Tage angesehen werden, die sich vor allem mit den Zivilisationskrankheiten und deren Folgen beschäftigt.
Es wird ein modernes Bewegungsbad geben, einen Wellness Bereich mit Sauna und Solarium, und wir werden auch die klassischen Kneipp-Anwendungen im Angebot haben.
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Spatenstich für ein neues Gästehaus
Im Mutterhaus der Arenberger Dominikanerinnen
beginnt ein großer Umbau
Es geht bei dem neuen Konzept um die Entfaltung und Stärkung aller vitalen Kräfte, der Seele, des Geistes und des Körpers, um die Begleitung auf der Suche nach Orientierung, Lebenssinn und Lebenshilfe.   Die Gäste sollen sich im Kloster Arenberg rundum wohl fühlen und ihren Aufenthalt in der klösterlichen Atmosphäre mit vielseitigen Programmen gestalten können.  

Der Startschuss fällt: Mit einem gemeinsamen Spatenstich im Beisein von Ordensschwestern und Mitarbeitern, Architekt und Generalübernehmer haben am 25. Januar die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Kloster Arenberg offiziell begonnen. Genau fünfzehn Monate werden sie dauern, so prognostiziert Norbert Wagner vom Generalübernehmer Hans Wagner Gebäudemanagement aus Berlin. Das Gästehaus des Klosters bekommt im Zuge der Bauarbeiten ein ganz neues Gesicht, eine attraktivere "Adresse". Die Zimmer werden neu ausgestattet, die Außenanlage und die Verkehrsführung neu gestaltet und im Zentrum des Gebäudekomplexes wird ein fünfstöckiger Neubau errichtet, der die verschiedenen Gebäude miteinander verbindet.

Die Schwestern des Mutterhauses der Arenberger Dominikanerinnen verbinden mit der Umgestaltung ihres Hauses große Hoffnungen. Der Baubeginn ist der vorläufig letzte Akt einer intensiven, mehrmonatigen Phase der Neukonzeptionierung, der den Gästebetrieb mit einer größeren Investition von 12,6 Mio. Euro, auch unter den veränderten Bedingungen im Gesundheitswesen, zukunftsfähig machen und eine erweiterte Gästeschaft erreichen soll.

Auf der Basis des einstigen Kneipp-Sanatoriums soll, wie Verwaltungsdirektor Bernhard Grunau im Rahmen der Pressekonferenz erläutern wird, unter dem Namen:
"Kloster Arenberg. erholen • begegnen • heilen"
ein neues, ganzheitliches Konzept verwirklicht werden, das die klösterliche Atmosphäre und Stille zur Grundlage hat. Dieses Angebot richtet sich, so Grunau, an Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Es ist aber für jeden offen, der im Kloster Arenberg Urlaub machen will oder auch Stärkung und Orientierungshilfe für sein weiteres Leben sucht.

Der Dreiklang von "erholen • begegnen • heilen" adressiert sich erklärtermaßen an den Menschen von heute, also den Menschen, der mit einer Welt voller Erschütterungen und Brüche konfrontiert ist, der Zivilisationsansprüche bewältigen muss und vielfach an ihnen zu zerbrechen droht. In der Folge will man sich vermehrt mit der Sinn- und Orientierungssuche sowie mit vielen Zivilisationskrankheiten und -leiden der heutigen Zeit auseinander setzen.

Es geht bei dem neuen Konzept um die Entfaltung und Stärkung aller vitalen Kräfte, der Seele, des Geistes und des Körpers, um die Begleitung auf der Suche nach Orientierung, Lebenssinn und Lebenshilfe. Es geht darüber hinaus aber auch darum, so erklärt die Generalpriorin Schwester M. Agnes Fischer, "gesunde und heilende Spiritualität kennen zu lernen, sich darin einzuüben, und es geht um das Angebot einer christlichen Lebensgestaltung".

Konzeption und Planung sehen vor, dass der neue Betrieb zukünftig mit einer geringer werdenden Zahl an tätigen Schwestern fortbestehen kann, d.h. wesentliche Aufgaben durch die Mitarbeiter geleistet werden. Für die seelsorgerische Begleitung der Gäste wird Dr. Martin Hofmeir, Pastoralpsychologe, eingestellt, der zudem auch einen Teil der Programme und Workshops koordinieren und leiten soll.

Im Rahmen der Sanierung und Modernisierung werden alle Gästezimmer dem heutigen Standard angepasst und komplett neu eingerichtet. Für den Gästebetrieb stehen dann in Einzelzimmern, Doppelzimmern und vier Appartements insgesamt 100 Gästebetten zur Verfügung. Im Blick der Sanierungen ist die überholungsbedürftige Heizungsanlage und die veraltete Haustechnik, die ersetzt und mit regenerativen Energien unterstützt werden sollen. Dazu gehört eine Anlage zur Wärmerückgewinnung und Solarkollektoren. Darin artikuliert sich, wie Verwaltungsdirektor Grunau ausführt, das Bekenntnis zu einem verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Im Mittelpunkt der Planungen, die von dem Berliner Architekten Frank Friedrich vorgelegt wurden, steht ein fünfstöckiger Neubau, der im Zentrum errichtet wird und das verwinkelte Gebäudeensemble der Klosteranlage geschickt verbindet und die unterschiedlichen Geschosshöhen ausgleicht. Wie der Architekt betont, schließt das einen behindertenfreundlichen Zugang durch einen Personenaufzug und den barrierefreien Zutritt zu allen Geschossen und Einrichtungen mit ein.

Der Gast soll demnächst in einem großzügig eingerichteten Empfangsbereich willkommen geheißen werden. Dem schließt sich das Café mit Außenterrasse an, das sich als Ort der Begegnung empfiehlt. Im Eingangsbereich wird erstmals auch ein Klosterladen entstehen, in dem man klostereigene Produkte, aber auch Gegenstände des täglichen Bedarfs, Zeitschriften und Bücher erstehen kann.

Im Zuge der Umbauarbeiten bekommt der Bereich der Physikalischen Therapie, des Zentrums für Kneipp-Anwendungen, Massagen und physikalische Behandlungen neue, größere und vor allem hellere Räumlichkeiten. Das ehemalige Hallenbad wird durch ein modernes Bewegungsbad ersetzt, das im erweiterten Souterrain der Anlage untergebracht ist und sommers wie winters trockenen Fußes zu erreichen sein wird.

Außerdem steht den Gästen demnächst ein Wellness-Bereich mit Saunaanlage und Sonnenbank zur Verfügung. Die Gäste sollen sich im Kloster Arenberg rundum wohl fühlen und ihren Aufenthalt in der klösterlichen Atmosphäre mit vielseitigen Programmen gestalten können.

Unter dem Stichwort Begegnung sind vor allem die Gemeinschaftsräume von besonderer Bedeutung. Die Gäste können ihre Mahlzeiten in einem freundlichen Speisesaal einnehmen und sich an einem modernen Buffetsystem bedienen. Für Seminare und Workshops werden die Gruppen- und Arbeitsräume neu gestaltet.

Klösterliche Stille und Zurückgezogenheit soll der Gast auch bei seinen Spaziergängen durch die umgestalteten Außenanlagen erleben können. Die neue Zufahrt und der Neubau im Gebäudeensemble machten eine Veränderung des Klosterparks notwendig. Hier soll in Kürze auch ein Kräutergarten und Schaugarten entstehen, mit denen Kloster Arenberg an die Wurzeln der Kneippschen Therapie anknüpfen will. Kräuter und naturnaher Gemüseanbau finden im ausgewählten Ernährungsplan des Gästehauses seinen Niederschlag. Die Küche ist auf Voll-wertkost, verschiedene Diäten und gesunde Ernährung besonders eingerichtet.

In der Zeit der Sanierung und des Umbaus steht das Haus verständlicherweise nur für einen eingeschränkten Gästebetrieb zur Verfügung. Die Physikalische Therapie wird allerdings weiterhin als Ambulanz externe Patienten behandeln können, zumal hier wie auch in allen anderen Abteilungen keiner der 62 Mitarbeiter aufgrund der Baumaßnahmen entlassen wird.

Um die Öffentlichkeit über die Neukonzeptionierung und die Baumaßnahmen zu informieren, hat man sich entschlossen, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Diese Versammlung findet am 31. Januar um 19.00 Uhr im Caritashaus in Koblenz-Arenberg statt. Dort können Interessierte ein Modell besichtigen und Baupläne der Umgestaltung einsehen.


 

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