Startseite · Programmübersicht · Preise · Tag für Tag · Woche für Woche · Jahresprogramm · Raumangebote
Konzerte im Kloster
· Fotogalerie · Sebastian Kneipp · Gesundheit · Ganzheit · Wellness · Erholung
Urlaub im Kloster · Impressum · Presseberichte · Das neue Gästehaus · Empfehlungen
Rezepte · Gutschein · Kontakt - Anfrage · Anfahrt · Klosterforum · Sitemap

Himmlisch entspannen
KLOSTER AREN BERG
Urlaub in Gottes heiterer Enklave

von Ricarda Lang
Foto: Kloster Arenberg / Perta Kistler


In Arenberg bitten Dominikanerinnen zur Fitnesskur

Kurz nach sechs Uhr morgens im ehrwürdigen Schwesternchor: Neben
den Klosterfrauen im weißen Habit sitzt ein halbes Dutzend Frauen in bunter Freizeitkleidung und lauscht dem Wechselgesang der Psalmen. "Herr, öffne meine Lippen.“ Das hilflose Blättern im Gebetbuch legt sich, die Urlauberinnen stimmen in den Wechselgesang der Psalmen ein: „Damit mein Mund dein Lob verkünde.“ Nach der Laudes eilen die Dominikanerinnen zu ihrem Tagwerk. ihre Gäste treibt es zum Tautreten.


Punkt sieben Uhr startet im Kloster Arenberg das morgendliche Fitnessprogramm: Schuhe aus, Socken runter, barfuß eine Runde über die Wiese.

Die Füße kribbeln in den Turnschuhen, im sportlichen Tempo marschieren die Frühaufsteher durch den Klosterpark. Drei Runden Nordic Walking, dann kreist das Frauengrüppchen samt Quotenmann die Schultern, dreht den Rumpf, dehnt und streckt sich. Bewegung ohne Stress, Fitness ohne Leistungsdruck - der Ferientag in Gottes heiterer Enklave kann beginnen.
Acht Uhr: Die Zeit reicht noch für den „Impuls in den Tag“. Mit Musik und kurzer Besinnung beginnt der Tag in der kleinen Gästekapelle. „Ein unfertiger Raum, so unfertig wie wir Menschen“, sagt Schwester Scholastika über die schlichte Kapelle aus Sichtbeton. Sie liegt zwischen Himmel und Erde - im siebten Stock des K1osterneubaus, von der Dachterrasse geht der Blick bis zur Eifel, das Rheintal mit seinen Weinbergen liegt zu Füßen des Arenbergs. Der geistige Beistand ist ein Angebot. Die Schwestern drängen sich nicht auf. Ob katholisch oder evangelisch, ob religiös oder nicht, ob verheiratet oder ledig -all dies interessiert im Kloster nicht. Wer Ruhe will, wird in Ruhe gelassen. Wer ein Gespräch sucht, findet einen Partner.
In Deutschland gibt es an die 300 Klöster, die ihre Pforten für Ruhesuchende auf Zeit öffnen. Es gibt Exerzitien, Kräuterwochen und Fastenkuren. Doch so weit wie die Schwestern von Arenberg ging bislang keine Ordensgemeinschaft. Als ihr Kneipp-Sanatorium aus den fünfziger Jahren unrentabel wurde, die Gäste mit den Schwestern älter wurden, wagten sie einen Neuanfang.
Gut 15 Millionen Euro, ein Großteil der Rücklagen, flossen in die Renovierung des trutzigen Backsteinbaus und in das neue Vitalzentrum, das im Sommer 2003 eröffnet wurde. Mit Brandungsbad, Aromamassage, Aqua-Fitness und 1-leuwickel ist es ausgerichtet auf den gestressten Gast mit gehobenen Ansprüchen. „Wellness-Kloster“, den Begriff hören die Ordensschwestern zwar nicht gern, aber er kommt an.
„Wer körperliche Schmerzen hat, kann sich nicht auf das seelische Wohlbefinden konzentrieren“, sagt Schwester Scholastika. mit 40 Jahren eine der Jüngsten im Mutterhaus. Wellness übersetzt sie mit Wohlbefinden. „Bei uns geht es nicht nur um Muskelstraffung oder äußere Schönheit. Bei uns steht auch nicht Gesundheit an oberster Stelle“, sagt sie. ~Bei uns dürfen Menschen auch schwach werden.“
14 Uhr: Qigong steht auf dem Terminplan. Dieser Teil der traditionellen chinesischen Gesundheitslehre gilt als weltanschaulich unverfänglich. Fernöstliche Riten werden im Hotel Gottes nicht angeboten, ihnen halten die Schwestern christliche Traditionen entgegen: Statt Reiki und Ayurveda werden Rosenkranz und Meditation angeboten. Ansonsten schwebt der Geist von Pfarrer Kneipp über dem Vitalzentrum: mit Blitzgüssen, Heilkräutern und gesunder Ernährung. Wer es softer mag, bucht eine Aromamassage oder ein Wohlfühlbad bei Schwester Andrea. Die zupackende Mittvierzigerin ist ausgebildete Physiotherapeutin und Masseurin. Es gibt viele Möglichkeiten, die Reise nach innen anzutreten. „Wenn dunkle Gedanken dich bedrücken, dann nimm ein Bad“, wird Thomas von Aquin zitiert. Die Wahl fällt auf Milch-Honig im Crystal-Bad.
Im Mittelalter waren Frauenklöster Schulen der Meditation. Sich selbst entdecken, das Angebot nutzt ein Dutzend Gäste. Die Anfänger sitzen auf gepolsterten Stühlen, die Erfahrenen haben sich ein winziges Holzbänkchen unter den P0 geschoben. In der Mitte des Raums brennen Teelichter auf einem Wagenrad, „Missa Greca“, eine byzantinische Kyrie, erfüllt den Raum. „Wir konzentrieren uns auf die Mitte, in unsere Mitte kommt Gott“, tönt es aus der Ferne. Wenn jetzt Gedanken von draußen kommen, schieben wir sie weg wie Wolken.“ Wenn dies nur so einfach wäre: Meine Gedanken schlagen Purzelbäume. 15 Minuten Schweigen - eine Zeit, die unendlich lang erscheint und dann doch ganz schnell vorübergeht.
Wer nur Erholung sucht, ohne zu viel über sich selbst in Erfahrung zu bringen, geht zu Schwester Irmintraut in den Kräutergarten, riecht an Ananassalbei und Zitronenminze oder hilft beim Blütenpflücken. Wer einfach nur Ruhe will, zieht sich in sein komfortables Zimmer zurück oder träumt ein wenig unterm Apfelbaum.
Im Kloster Arenberg wird nicht gedarbt: Gekocht wird mit großer Lust und Phantasie, im Keller stehen Weine und Sekte aus der Region zum Selbstkostenpreis bereit. Die Preise für Unterbringung und Behandlung sind moderat. Gewinn muss und will der gemeinnützige Betrieb
nicht erwirtschaften.


Für weitere Informationen, Angebote und Buchungen:
Füllen Sie unser Kontaktformular aus oder
rufen Sie uns an: 02 61 - 6401 -2090
oder
schreiben Sie uns:
info@kloster-arenberg.de

 

Diese Seiten werden betreut von: www.cara-marketing.de