Den Urlaub im Kloster verbringen
Die Arenberger Dominikanerinnen sanieren
ihr Kneipp-Sanatorium von Grund auf -
An Körper und Seele erholen können

von Michael Defrancesco
Kuren im Kloster und sich an Körper und Seele erholen - die Arenberger Dominikanerinnen
wollen ihr Kloster und ehemaliges Kneipp-Sanatorium zum modernen Kur-Gästehaus umbauen.
Gestern wurde der Spatenstich gefeiert.

ARENBERG. Für die Schwestern ging es um alles oder nichts. "Wir standen vor der Frage: Kneipp-Sanatorium und Gästehaus schließen oder einen Neuanfang wagen", sagte Schwester M. Agnes Fischer, die Generalpriorin. "Unser Sendungsauftrag ist es, für die Menschen und ihre Nöte da zu sein."
Gesunden an Körper und Seele - diese Mischung wollen die Dominikanerinnen bald in ihrem neu sanierten "Kloster Arenberg" anbieten.
12,6 Millionen Euro investiert die Gemeinschaft in die Sanierung, Umbau, einen Neubau sowie eine komplette Neuausstattung der Zimmer. Der Gästebetrieb geht eingeschränkt weiter, alle 62 Mitarbeiter sollen auch während des Umbaus weiter eingestellt bleiben.
"Der Umbau wird ohne staatliche oder kirchliche Zuschüsse finanziert", so Verwaltungsdirektor Bernhard
Grunau. Bislang sei das Sanatorium ein Zuschussgeschäft gewesen, "In Zukunft muss Kloster Arenberg finanziell auf eigenen Füßen stehen können. Wir wollen keinen Gewinn machen, müssen aber kostendeckend arbeiten."
Die Preise für Übernachtung und Kur sollen entsprechend angehoben werden.
Architekt Frank Friedrich stellte das Modell vor. Auffällig: Eine breite Freitreppe mit Terrasse soll den Besucher empfangen. In die Mitte der Anlage wird ein Turmneubau entstehen, in, dem u.a. eine Gäste-Kapelle untergebracht wird. Das markante Kreuz dieser Kapelle soll weithin sichtbar sein. Die Zugänge sind behindertenfreundlich konzipiert.
Doch Wellness, Sauna oder Sonnenbank sollen nicht allein stehen. "Wir wollen kein reines Kneipp-Sanatorium anbieten, sondern ein ganzheitliches Angebot auch für die Seele schaffen", so Grunau. Ein Pastoralpsychologe wird für die seelsorgerische Betreuung der Gäste eingestellt. Außerdem sollen durch die Gemeinschaft mit den Schwestern weitere religiöse Impulse möglich sein.
An die Umwelt ist auch gedacht. Solarkollektoren und eine Anlage für Wärmerückgewinnug werden integriertund ein Kräutergarten soll die Küche mitversorgen.
Schwester Agnes:
"Wir nennen unser Angebot - erholen • begegnen • heilen -. Wir wollen ein christlicher Ort sein, wo wir die Gäste mit zu unserem klösterlichen Leben einladen wollen. ' Am genauen Programm, das "Kloster Arenberg" (das dann auch mit neuem Logo auftreten wird) anbietet, soll im kommenden Jahr noch gefeilt werden. Workshops und Seminare sind angedacht sowie Angebote zur christlichen Lebensgestaltung, besonders für Menschen "in der zweiten Lebenshälfte ".
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