Kuren
im Kloster und sich an Körper und Seele erholen - die Arenberger
Dominikanerinnen
wollen ihr Kloster und ehemaliges Kneipp-Sanatorium zum modernen
Kur-Gästehaus umbauen.
Gestern wurde der Spatenstich gefeiert.
ARENBERG. Für die Schwestern ging es um alles oder nichts. "Wir
standen vor der Frage: Kneipp-Sanatorium und Gästehaus schließen
oder einen Neuanfang wagen", sagte Schwester M. Agnes Fischer,
die Generalpriorin. "Unser Sendungsauftrag ist es, für die
Menschen und ihre Nöte da zu sein."
Gesunden an Körper und Seele - diese Mischung wollen die Dominikanerinnen
bald in ihrem neu sanierten "Kloster Arenberg" anbieten.
12,6 Millionen Euro investiert die Gemeinschaft in die Sanierung,
Umbau, einen Neubau sowie eine komplette Neuausstattung der Zimmer.
Der Gästebetrieb geht eingeschränkt weiter, alle 62 Mitarbeiter
sollen auch während des Umbaus weiter eingestellt bleiben.
"Der Umbau wird ohne staatliche oder kirchliche Zuschüsse
finanziert", so Verwaltungsdirektor Bernhard
Grunau. Bislang sei das Sanatorium ein Zuschussgeschäft gewesen,
"In Zukunft muss Kloster Arenberg finanziell auf eigenen Füßen
stehen können. Wir wollen keinen Gewinn machen, müssen aber kostendeckend
arbeiten."
Die Preise für Übernachtung und Kur sollen entsprechend angehoben
werden.
Architekt Frank Friedrich stellte das Modell vor. Auffällig: Eine
breite Freitreppe mit Terrasse soll den Besucher empfangen. In
die Mitte der Anlage wird ein Turmneubau entstehen, in, dem u.a.
eine Gäste-Kapelle untergebracht wird. Das markante Kreuz dieser
Kapelle soll weithin sichtbar sein. Die Zugänge sind behindertenfreundlich
konzipiert.
Doch Wellness, Sauna oder Sonnenbank sollen nicht allein stehen.
"Wir wollen kein reines Kneipp-Sanatorium anbieten, sondern
ein ganzheitliches Angebot auch für die Seele schaffen", so Grunau.
Ein Pastoralpsychologe wird für die seelsorgerische Betreuung
der Gäste eingestellt. Außerdem sollen durch die Gemeinschaft
mit den Schwestern weitere religiöse Impulse möglich sein. |