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Bei
der Suche nach immer besseren und ungewöhnlicheren
Möglichkeiten der Erholung stößt der
stressgeplagte Urlaubssuchende neuerdings immer häufiger
auf dicke Mauern: Klostermauern! Rückzug, Ruhe
und besinnliche Stille gegen Alltagsstrapazen, Hast
und kräftezehrenden Leistungsdruck, die Erwartungen
an die Erholung mit Unterstützung von oben
sind groß und die Wünsche der Urlaubsreifen
an die himmlischen Vertreter auf Erden nicht immer
einfach zu erfüllen. Aber die Möglichkeiten,
einen kurzen oder längeren Urlaub in einem Kloster
zu verbringen, sind da und sie erweisen sich als ausgesprochen
vielfältig. |
Einfach
nur mal raus, ein paar Tage ganz was anderes? Für
die Klosterurlaubs-Einsteiger bieten sich so genannte
Besinnungstage an. Diese finden unter Anleitung statt
und die Dauer des Aufenthalts in der ungewohnten Umgebung
ist nicht ganz so lang, z. B. ein Wochenende. Die Wirkung
der für das Kloster charakteristischen Stille ist
aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Schließlich
gehört ein Kurzurlaub in klösterlichen Gefilden
nicht für jeden zu einer vertrauten Erfahrung. Probleme
bei dem Umgang mit der ungewohnten Situation, ein neues
Zeitgefühl oder der aufkommender Wunsch nach einem
sinnreichen Gespräch liegen durchaus im Bereich der
Erfahrungsmöglichkeiten. Aber auch für diese
Fälle bietet das klösterliche Konzept eine Lösung
an: Ein Ansprechpartner hat in schwierigen Urlaubssituationen,
aber auch sonst, immer ein offenes Ohr.
Mutige
Klosterurlauber können natürlich auch ohne organisatorische
Begleitung hinter Klostermauern ausspannen. Als Einzelgast
stehen einem in den Gästehäusern je nach Verfügbarkeit
Zimmer für den Aufenthalt zur Verfügung. Hierfür
ist allerdings eine ordentliche Portion Mut angesagt,
denn statt Animation steht totale Ruhe auf dem Urlaubsprogramm,
die auch schon mal zu Einsamkeit führen kann. Der
Gast muss nämlich den größten Teil des
Tages für sich allein gestalten und so viel Zeit
mit sich selbst ist nicht jeder gewohnt. Zweifelnden Einsteigern
sind deshalb auf alle Fälle Besinnungstage unter
Anleitung ans Herz gelegt.
Einfach
mal einen Punkt setzen, eine neue Richtung einschlagen?
Das Abenteuer Kloster bietet für
die Fortgeschrittenen noch eine Steigerung: Kloster auf
Zeit. Urlaub im herkömmlichen Sinn ist das dann nicht
mehr, da der Aufenthalt mehrere Wochen bis zu ein paar
Monaten umfassen kann. Das liegt ganz im Ermessen desjenigen,
der sich dieser Herausforderung stellen möchte. Klassische
Urlaubsmotive erwarten einen bei dieser Art von Auszeit
daher nicht: sehr frühes Aufstehen, Mitarbeit im
Ordensalltag und Einordnung in die geregelte Gemeinschaft
statt Langschläferfrühstück, süßes
Nichtstun und Tagträumereien. Die persönlichen
Gründe und Ziele einer Kloster-Auszeit
sollte man sich daher genau überlegen. Denn eins
ist sicher: ein Urlaub erholt, das Abenteuer Kloster
verändert.
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