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Musik, Gebet und Stille: Die Gäste kommen gerne zu
Morgenimpuls und Meditation

Von
außen unauffällig:
Kloster
Arenberg

Gutes
aus dem Kräutergarten: wohltuende Kräuter
 
Wasser
als Heilmittel: Darauf vertraute schon Kneipp

Neue
Kraft schöpfen: Das Kloster
bietet dazu Möglichkeiten im
Schwimmbad (Foto oben)
und mit dem Angebot
physiotherapeutischer
Anwendungen
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Viele
Ideen kamen auf den Tisch. Einige Ordensfrauen plädierten
für eine Erweiterung des Gästebereichs. Andere
- vor allem die Älteren - befürchteten, dass aus
dem Ort der Stille und des Gebets ein geschäftiger
Übernachtungsbetrieb werden könnte. Andererseits
lautet das Leitmotiv der Dominikanerinnen "Heilende
Liebe". Also der eindeutige Auftrag, für Menschen
da zu sein.
Doch nach was suchen die Menschen heute, wo kann man ihnen
Perspektiven bieten? Schnell kam der trendige Begriff "Wellness"
auf den Tisch, der den Schwestern allerdings heute noch
nicht behagt.
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wollten keiner modischen Eintagsfliege hinterher rennen",
so Schwester Scholastika, mit 39 Jahren eine der Jüngeren
im Kloster. Sie hat wesentlich an der Umsetzung des
neuen Konzepts mitgewirkt. Schließlich besann
sich der Orden auf seine Erfahrungsschwerpunkte: Spiritualität,
Kurbetreuung, Wasser als Heilmittel, Ernährung,
Kräuterei. Auf diesen fünf Säulen,
die an das kneippsche Prinzip angelehnt sind, basiert
das neue Konzept von Kloster Arenberg. Im Logo "erholen
- begegnen - heilen" wird es deutlich.Damit war
die Entscheidung gefallen, das Kloster grundlegend
umzubauen. Denn man wollte möglichst viele Gäste
unterbringen. Schließlich steht das Kloster
in Konkurrenz zu anderen Wellness - Anbietern. |

Spirituelle
Betrerin: Schwester Schlostika vom Kloster Ahrenberg
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Der Bau des neuen Hauses für 100 Gäste, mit Schwimmbad,
Sauna, Räumlichkeiten für die Physiotherapeutischen
Anwendungen, Kirche, Speisesaal, Aufenthaltsräumen,
bedeutete einen enormen finanziellen Kraftakt für das
Kloster.
Die Sorge um die Wirtschaftlichkeit ist geblieben - auch
wenn die ersten Monate nach Eröffnung sehr erfolgreich
waren. Die Preise sind auf Selbstkostenbasis kalkuliert.
Die Nachfrage ist groß, im Schnitt sind mindestens
50 Prozent der Betten belegt. Mit der Kombination aus Wellness
und Spiritualität haben die Dominikanerinnen offenbar
ins Schwarze getroffen. "Viele Gäste sagen uns:
Genau das haben wir gesucht"', berichtet Schwester
Scholastika. "Während wir früher fast nur
ältere Damen als Gäste hatten, sind es nun mehr
und mehr jüngere Menschen. Manche sind so begeistert,
dass sie schon mehrmals hier waren."
Viele
Gäste wollen zunächst nur die Wellnessangebote
- Fango, Brandungsbad, Crystalbad, Heusäcke, Kneippanwendungen
- nutzen. Wenn sie dann die Atmosphäre des Klosters
spüren, nehmen viele auch die spirituellen Angebote
wahr. Der täglich um acht Uhr stattfindende 20-minütige
"Morgenimpuls" beispielsweise, eine Kombination
aus Musik, Gebet und Stille, ist sehr gefragt. Ebenso
die Meditationsstunden. Auffallend ist, wie sehr die Gäste
das Gespräch suchen. Sowohl untereinander als auch
mit den spirituellen Betreuern. Hierfür stehen Martin
Hofmeir, Theologe und Psychologe, und Schwester Scholastika
zur Verfügung. "Die existenzielle Not ist groß.
Viele suchen nach neuen Lebensperspektiven, und da versuchen
wir, Hilfestellung zu leisten" stellt sie fest. Vermehrt
fragen die Gäste daher auch nach Exerzitien.
Großes Interesse zeigen viele Besucher auch an der
Klostergemeinschaft. Dies hat jene, die dem neuen Konzept
skeptisch gegenüberstanden, sehr beruhigt. Dennoch
bleibt bei manchen die Angst, dass das Klösterliche
verloren geht. Größere Gruppen, die geschlossen
kommen und im Kloster ein Eigenleben führen, will
man deshalb nicht mehr aufnehmen. Die Stille muss nach
Wunsch der Dominikanerinnen unbedingt erhalten bleiben.
Den Schwestern geht es vor allem darum, ein Angebot zu
schaffen, bei dem die Menschen auch Spuren von Gott finden.
Die Suche nach dem optimalen Weg bleibt aber eine Gratwanderung:
Einerseits als Kloster ein Ort der Stille zu bleiben und
andererseits als Unternehmen rentabel zu wirtschaften.
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