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WELLNESS IM KLOSTER
Von Petra
Altmann
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Ein großer Garten gehört zum Kloster der Dominikanerinnen |
Das
Lachen von Schwester Scholastika ist ansteckend. Glockenhell schallt
es durch die Gänge des Mutterhauses der Dominikanerinnen.
Ihre Fröhlichkeit färbt auf die Stimmung im Kloster
ab. Wer dort Gast ist, der soll sich ab dem ersten Moment geborgen
fühlen. So verstehen sich die Dominikanerinnen: "Erholen,
begegnen, heilen" ist das Leitmotiv für eine Initiative,
die im deutschsprachigen Raum bisher einmalig ist.
Bereits in den fünfziger Jahren hatte das Kloster Koblenz-Arenberg
ein Sanatorium nach den Lehren des Pfarrers Kneipp eingerichtet.
Irgendwann entsprachen freilich Ausstattung und Angebot nicht
mehr dem Zeitgeschmack, die Gäste blieben aus. Man schloss
die Einrichtung Ende der neunziger Jahre und entschied sich, etwas
ganz Neues aufzubauen: ein Wellness-Center.
Es
sollte der. Sinnsuche der Menschen entgegenkommen und ihnen neue
Lebensperspektiven bieten. Wellness wollen Scholastika und ihre
Mitschwestern dabei nicht im Sinne einer modischen Eintagsfliege
verstanden wissen. Für sie hat das Wort einen ganzheitlichen
Ansatz. An erster Stelle steht die Erholung von Körper, Geist
und Seele. Begegnung mit anderen Menschen wird demjenigen ermöglicht,
der sie sucht, ist aber keine Verpflichtung.
Dritte Komponente ist die Heilung, für die Arenberg ein vielfältiges
Programm entwickelt hat. So erklärt sich das Motto "Erholen,
begegnen, heilen". Die lehnen sich weiterhin an die Kneipp´sche
Lehre an.
Der Wellness-Ansatz im Kloster steht aus fünf Komponenten:
der Ernährung, dem Wasser, der Kräuterei, der Bewegung
und der Spiritualität. Eine speziell hierfür ausgebildete
Klosterschwester stellt den Pfarrer Kneipp orientierten Ernährungsplan
zusammen.
Geschultes Personal leitet die Bewegungstherapie, die Trinkkuren
und die Behandlungen des Körpers mit Wasser. Alle im Kloster
verwendeten Kräuter und auch die daraus hergestellten Tees
stammen aus dem ökologischen Eigenanbau. Drei Schwestern
betreuen den Klostergarten.
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Im
Klosterladen (Bilder: SRT)
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Im
Klosterladen werden die eigenen Produkte verkauft.
Hier werden auch selbst produzierter Honig und Fruchtsäfte
angeboten. Für den Bereich Bewegung stehen Physiotherapeuten
zur Verfügung.
Natürlich bietet Kloster Arenberg Sauna, Fitnessraum
und Schwimmbad. Dazu kommen Brandungsbäder, Licht-
und Aromatherapie und ein Crystal-Bad, bei dem Musik-Schwingungen
durch das Wasser auf den Körper übertragen werden.
Ein Arzt und ausgebildeter Heilpraktiker sind im Haus. Über
kosmetische Behandlungen wird nachgedacht.
Spiritualität ist natürlich die ureigene Domäne
der Klosterschwestern. Schwester Scholastika zeichnet sich
verantwortlich hierfür. Angeboten werden Meditation,
Gesprächstherapie und - wenn gewünscht - christliche
Unterstützung. Die 38-jährige gebbürtige
Schweizerin ist ehemalige Volksschullehrerin und ausgebildet
in geistlicher Begleitung. Gäste können auf Wunsch
auch an den Gebetszeiten der Schwestern teilnehmen. |
Schwester
Scholastika ist eine der Hauptpersonen des neuen Wellness-Centers,
mit dem auch ein umfangreicher Umbau des Klosters verbunden
war. Doch in der einen oder anderen Weise helfen alle in
Arenberg lebenden 64 Ordensschwestern bei der Gästebetreuung.
Schließlich bietet das Kloster Platz für bis
zu hundert Gäste.
Die Preise sind auf Selbstkostenbasis kalkuliert. Jede Anfrage
wird individuell behandelt. Für Menschen mit Kleinstbudget
sucht der Orden nach speziellen Möglichkeiten. Auch
über ein Programm für Familien wird derzeit nachgedacht.
Denn, wie Schwester Scholastika betont: "Wir müssen
die Menschen dort abholen, wo sie stehen." |
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