
Schwestern nach dem Tautreten

Schwester Beatrix

Anwendung in der Lichtwanne

Der Kräutergarten

Schwester Jospeha gründete einen eigenen Konvent
|
Die
Gemeinschaft im Kloster Arenberg gehört zum
Orden der Dominikanerinnen, Schwestern der Heiligen
Katharina von Siena. Als Teil des Dritten Ordens
suchen die Schwestern nicht nur im Gebet und in der
Klausur den Weg zu Jesus, sondern sind auch karitativ
tätig.
Das „Wellness-Kloster“ – Körper,
Seele und Geist in Einklang bringen - Darauf basiert
das Konzept des 1868 gegründeten Dominikanerinnen-Klosters,
das nahe der Festung Ehrenbreitstein am Rande von Koblenz
im Stadtteil Arenberg gelegen ist und in dem derzeit
etwa 50 Schwestern leben.
Seit 1954 wird hier die ganzheitliche Gesundheitslehre
des Pfarrers Sebastian Kneipp angewendet. Ingeborg
Haffert musste feststellen, dass das Tautreten zwar
sehr lyrisch klingt, mitunter aber auch klamm und
kalt sein kann.
Die Schwestern waren damals auf der Suche nach neuen
Einkommensquellen, das Haus stand fast leer und eine
gute Idee tat Not.
Schwester Beatrix ist seit fast 50 Jahren im Kloster
und erlebte den Wandel zum Vitalzentrum für
Wellness und Entspannung von der ersten Stunde an
mit. Den Begriff „Wellness" hört
sie nicht so gern, hält aber die Öffnung
des Klosters für die richtige Entscheidung,
denn „in Klöstern war nie Stillstand".
Die Angst vor der Spaßgesellschaft erwies sich
als unbegründet. Auch im Kloster soll niemand
freudlos auf harten Bänken darben. „Wir,
die wir unentwegt auf der Suche nach Gott sind, haben
allen Grund zur Freude," so Schwester Beatrix.
Inzwischen bietet das Kloster Arenberg dem Gast
ein umfassendes Erholungs-Programm für Körper
und Geist. Es reicht vom besagten Tautreten über
Auqagymnastik und Anwendungen in der Lichtwanne oder
Massage bis zu Stille und Einkehr. Seelsorge ist
darüberhinaus ein zentraler Aspekt im Kloster
Arenberg. Das seelsorgerische Gespräch mit den
Schwestern und auch die Teilnahme am Gebet machen
einen Aufenthalt hier zu einer spirituellen Erfahrung.
Auch die Kräuteranwendungen sind von großer
Bedeutung. Auf den Körper aufgelegt, im Bad
oder als Tee genossen, entwickeln die Kräuter
ihre ganze Heilkraft. Die Schwestern bauen die Kräuter
im eigenen Kräutergarten an und verarbeiten
sie in der Kräuterei. Spitzwegerich, Drachenkopf
und Pimpernelle werden hier gleich säckeweise
zum Haustee oder anderen Mischungen wirkungsvoller
Naturarznei verarbeitet.
Schwester
Josepha berichtet von einem anderen Aspekt des
Lebens in der Gemeinschaft von Arenberg. Sie
wollte mehr Zeit für Stille und Meditation haben,
die im beschäftigten Alltag bisweilen knapp
ausfällt. Deshalb gründete sie gemeinsam
mit einer anderen Schwester einen eigenen Konvent,
der mehr Raum dafür bietet.
Doch auch grundsätzliche Zweifel über die
Richtigkeit ihrer Entscheidung für das Leben
im Kloster lernte Schwester Josepha bereits kennen.
Sie war sich nicht mehr sicher, ob sie wirklich das
gefunden hatte, was sie zur Zeit ihres Eintritts
suchte. Inzwischen hat Schwester Jospeha diese Zweifel
hinter sich gelassen und lebt in Einklang mit ihrer
Gemeinschaft.
|