…die Du glaubst nicht zu haben", so singt die bekannte Kölner Band „Höhner".
Das Jahr 2012 ist erst vier Wochen alt, wir sind noch am Anfang und doch haben wir nicht selten den Eindruck, wir sind schon mitten drin. „Die Zeit rennt mir davon", sagen wir manchmal und wissen doch, dass das nicht sein kann. Jeder Tag hat 24 Stunden, jede Stunde 60 Minuten…
Gute Vorsätze stehen oft am Anfang eines Jahres, die besten Absichten, Gutes in die Tat umzusetzen. Doch dann „rennt uns die Zeit wieder davon".
„Nimm Dir die Zeit – die Du glaubst nicht zu haben,
Du brauchst die Zeit zur Zufriedenheit,
Zeit für Dich selbst und für all Deine Freunde,
kostbare Zeit, die es gut mit Dir meint.“ |
Die Zeit meint es gut mit uns? Ist dem wirklich so? Der alttestamentliche Schreiber des Buches Kohelet – eines der Weisheitsbücher – drückt es so aus: „Alles hat seine Stunde, und eine Zeit ist bestimmt für jedes Vorhaben“. Und dann fasst der Schreiber seine Aufzählung zusammen und kommt zu der Schlussfolgerung: „Da erkannte ich: Es gibt für den Menschen kein anderes Gut, als sich zu freuen und es sich wohl sein zu lassen in seinem Leben“ (Koh 3,1 und 3,12).
Ist es nicht sehr erstaunlich, wie diese jahrtausendalte Erkenntnis zu dem Lied der Höhner passt, wenn sie singen:
„Nimm Dir die Zeit – für viele gute Gedanken.
Zeit für ein Spiel – das Dir die Jugend erhält.
Lass Dir doch Zeit – Deine Wege zu finden.
Es gibt die Zeit, die Dir gefällt." |
Die Rheinländer befinden sich mitten in der „fünften Jahreszeit“ – der Zeit zum Lachen, zum Spaß haben, der Zeit, um die ernsten Dinge mit Humor zu betrachten und der Zeit zum Feiern. Sie haben sich für diese Freuden eine ganze Session freigehalten. Zeit, von der wir oft glauben, dass wir
sie nicht haben, oder die wir sinnvoller nutzen sollten.
„Nutze sie gut – hab einfach den Mut –
mach Dir die Zeit zum Freund, der zu Dir gehört,
Dir hilft und Dich führt,
der mit Dir lacht und mit Dir weint!" |
Die Zeit, mein Freund? Ist das nicht ein eigenartiger Gedanke? Aber warum nicht? Anstatt hinter ihr her zu rennen oder mich von ihr leben zu lassen, könnte ich ja mal versuchen, mit ihr Kontakt aufzunehmen, und mit ihr zu kommunizieren. Zumindest könnte es bewirken, dass ich mich
selbst anhalte und für einen Moment die Frage zulasse:
| „Wie wäre es, wenn ich jetzt … z.B. eine Pause einlege?“ |
Die Zeit – mein Freund!
„Zeit ist wie Balsam, wenn die Seele mal brennt.
Zeit kann man nicht kaufen – nicht für alles Geld der Welt“
„Ich wünsche Dir Zeit für Deine Träume, dass sie in Erfüllung geh´n – wünsch Dir die Zeit,
um all die Wunder dieser Erde zu versteh´n –
und ich wünsch Dir Zeit zum Lachen –
zum verrückte Sachen machen –
nicht nur an der Uhr zu kleben –
ja, ich wünsch Dir: Zeit zum Leben!
(so singen es die „Höhner“) |
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Und ich wünsche Ihnen, dass Sie das Geschenk Ihrer Zeit dankbar willkommen heißen und sie mit recht viel Freude füllen.
Sr. M. Josefa op
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