Ich möchte gerne folgenden Text mit Ihnen teilen, den ich vor einiger Zeit von einem Gast bei uns in Kloster Arenberg geschenkt bekam. Möge er uns Anregung geben, im Mai hin und wieder, vielleicht in nicht zu großen Abständen, bewusst so einen Schritt zu wagen, eine Atempause zu setzen im Alltagsgetriebe, um dann verbunden mit IHM, unserer Quelle, weiter durch den Tag zu gehen:
Ich stelle die Schuhe an die Seite – meinen Ehrgeiz,
nehme die Uhr vom Arm – meinen Terminkalender,
setze die Brille ab – meine Ansichten,
lege die Feder auf den Schreibtisch – meine Arbeit,
lege die Schlüssel nieder – meine Sicherheit,
um mit Dir, Du einziger, wahrer Gott, allein zu sein.
Wenn ich bei Dir gewesen bin
hole ich meine Schuhe – um auf Deinen Wegen zu gehen,
lege die Uhr an den Arm – um sie in Deine Zeit zu legen,
setze die Brille auf – um Deine Welt zu sehen,
stecke die Feder in die Tusche – um Deine Gedanken niederzuschreiben,
nehme die Schlüssel zur Hand – um Deine Türen aufzuschließen.
(Pater Hans Schaller SJ)

Foto: E. Lackmann |
mit herzlichen Grüßen aus Kloster Arenberg, Ihre Elke Lackmann |