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IMPULS
FÜR DEN MONAT MAI 2010
Das
Leben in Fülle
01.05.2010 |
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Gib
jedem Tag die Chance, der schönste
deines Lebens zu sein. Diese Aufforderung
des berühmten
Schriftstellers Mark Twain steht – etwas
anders formuliert, aber doch ähnlich – in
der Bibel. Dort heißt
es im Johannes Evangelium: Ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben und es in Fülle
haben. Wer das Leben in Fülle hat, der
hat auch schönste Tage.
Was aber heißt „Leben in Fülle" ?
Leben in Fülle, für mich geht es
um das Lebendigwerden.
Dankbarkeit kann in Lebendigkeit gipfeln und
diese Lebendigkeit wird im Symbol des Herzens
zusammengefasst. Herz bedeutet jene Mitte unseres
Seins, in der Intellekt, Wille, Gefühle,
Geist und Körper, Vergangenheit und Zukunft
eins werden.
Momente uneingeschränkter Aufmerksamkeit
sind Augenblicke in denen wir mit Herz, Seele
und Leib da sind. Ein Gefühl von Ganzheit,
in denen wir uns mit allem eins fühlen.
In der Regel ist das, was uns zutiefst berührt,
eine überraschend kleine Angelegenheit,
ein alltägliches Ereignis, etwas, das
wir schon oft gemacht haben. Es scheint keinen
Grund zu geben, warum es mich
plötzlichso berührt, aber es geschieht.
Ja, das Alltägliche dieses Moments berührt
mit außerordentlicher Macht mein Herz.
Die erstaunlichste Entdeckung ist dabei, dass
in der Tiefe meines Herzens, um es mit Augustinus
zu sagen: „Gott mir näher ist
als ich mir selbst".
Es ist das Herz, wo wir Gott treffen. Gott
zu treffen bedeutet Leben.
Sobald ich entdecke, dass im Herzen, in meiner
Tiefe – meinem Seelengrund - Gott - mir
näher
ist, als ich selbst es mir bin, dann bin ich
in mir angekommen. Wenn das
dürstende Herz den Brunnquell des Lebens
in seiner Tiefe entdeckt, dann kommen wir zum
Ausgangspunkt, zum Quell aller Lebendigkeit.
Es ist fast unmöglich, solche Momente
an Lebendigkeit in Worte zu fassen. Aber Worte
können Hinweise
geben und Erinnerungen auslösen. Woran
man sich zuerst erinnert ist
ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit für
einen geschenkhaft gegebenen Augenblick. Wenn
unser dankendes Herz zum empfangen sich öffnet,
dann sind wir eins. Wir antworten
vom Herzen her, von jener Mitte, wo Leben und Lebendigkeit
walten.
Schw. M. Andrea
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