Sommer 2010. Frühstück mit der Familie. Ich schlage meiner Frau vor, heute Abend gemeinsam
eine DVD zu schauen. Unsere Tochter will wissen, ob es sich um einen religiösen Film handelt: „Ist es
wieder ein Film von Gott?“. Ich antworte: „Nein, ein Liebesfilm“. Und meine Frau fügt hinzu: „Also
doch ‚ ein Film von Gott’“.
Auch wenn der beste Liebesfilm die Liebe Gottes nie ganz einzufangen vermag, kann er vor Augen
führen, was wirklich wichtig ist: dass nämlich die Liebe – und die Bibel sagt, dass Gott Liebe pur ist –
mehr und mehr bei und in uns ankommt.
In diesen Tagen ist Advent. Advent bedeutet Ankunft - Ankunft des Herrn. Wir bedenken und feiern, dass Gott Mensch wurde, damit die Menschen göttlich, also Liebende werden. Wir sind eingeladen, uns dieser Liebe immer wieder und immer tiefer zu öffnen. Und seien es nur Augenblicke, in denen sie uns gelingt.
„Wenn es einen Moment gibt, an dem unsere Herzen offen sind“, so heißt es in dem empfehlenswerten Buch „Aber die Liebe“, „wenn es dieser Moment jetzt ist, dann sind wir angekommen. Wir sind angekommen bei unserer Sehnsucht, unserem Unfertigsein, unserem Hoffen und Fürchten, Bitten und wir wissen: ‚Gott, du bist nahe’. Es war eine verrückte Idee, Mensch zu werden, hierherzukommen, uns die Liebe und das Leben zu lehren … Es war eine wunderbare Idee, hierherzukommen, uns die Sehnsucht zu lehren nach dem, was uns heil macht, ganz sein lässt, in aller Dunkelheit leicht und beherzt.“
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser unserer Homepage-Impulse, eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Eine Zeit, in der es vielleicht einfacher fällt als sonst, das Herz zu öffnen. Mögen Sie reich mit Liebe beschenkt werden und mögen auch Sie und Ihre Geschenke eine gute Aufnahme finden, gut ankommen bei Ihren Lieben!
Martin Hofmeir
P.S. Der Film heißt übrigens „Once“, und es gibt dazu auch eine gleichnamige CD mit schöner
Musik (für die, die es gern irisch, romantisch und ausdrucksstark mögen).
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