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IMPULS
FÜR DEN MONAT DEZEMBER 2009
Hier
bin ich
01.12.2009 |
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Seit ein paar Monaten
begleitet mich die Geschichte vom alten Jim.
Kardinal Franz-Xaver Nguyên van Thuân
hinterlässt sie uns in dem Buch
„
Hoffnungswege – Botschaft der Freude aus
dem Gefängnis“ als
Geschichte, die ihm geholfen hat in der Zeit seiner
13-jährigen
Gefangenschaft trotz innerer und äußerer
Zermürbung zu beten, die
Beziehung zu Gott zu halten: |
Die
Geschichte des alten Jim. Jeden Tag um 12 Uhr betrat
Jim die Kirche. Er blieb dort höchstens zwei Minuten,
und dann ging er wieder hinaus. Der Küster war
sehr
neugierig und eines Tages ging er auf ihn zu und fragte:
Warum kommst du jeden Tag hierher?
Ich komme, um zu beten.
Unmöglich! Was kann man denn in zwei Minuten schon
beten?
Ich bin alt und ungebildet. Ich bete zu Gott auf meine
Weise.
Was sagst du zu ihm?
Ich bete: Jesus, hier bin ich, ich heiße
Jim. Und dann gehe ich wieder.
Jahre vergingen. Jim wurde immer älter und schließlich
so krank, dass er ins
Krankenhaus auf die Station der Armen geliefert werden
musste.
Jim, sag uns: Warum ist alles besser, warum sind die
Menschen zufriedener,
glücklicher und freundlicher, seit du auf diese
Station gekommen bist?
Ich weiß es nicht. Als ich noch laufen konnte,
ging ich hierhin und dorthin und habe
alle besucht, sie gegrüßt und mit ihnen
ein bisschen geredet. Seit ich bettlägerig
bin, rufe ich alle zu mir, bringe sie zum Lachen und
mache alle glücklich. Mit Jim
sind sie immer glücklich.
Warum bist du glücklich?
Wenn ihr jeden Tag Besuch bekommt, seid ihr dann
nicht glücklich?
Gewiss. Wer aber kommt und besucht dich? Wir haben
niemanden gesehen.
Als ich auf diese Station eingeliefert wurde, habe
ich euch um zwei Stühle gebeten:
einen für mich und einen für meinen Gast.
Sehr ihr das nicht? Wer ist dein Gast?
Jesus. Früher ging ich in die Kirche, um ihn zu
besuchen. Jetzt kann ich aber nicht
mehr zu ihm gehen. Daher kommt Jesus nun um 12 Uhr
zu mir.
Und was sagt Jesus zu dir?
Er sagt: Jim, hier bin ich, ich bin Jesus! …
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Seit ich die
Geschichte kenne, bete ich immer wieder mal
diesen Satz: „Jesus,
hier bin ich, deine Elke“ – nachts,
wenn ich wachliege und die Gedanken
kreisen, im Bus zur Arbeit oder zurück,
in der Einkaufsschlange, in einem
Kirchenraum, morgens wenn ich aufstehe… Und
es erfüllt mich Frieden und ich
fühle mich verbunden mit Gott, es gibt eine
Richtung woher und wohin. |
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In der Advents-
und Weihnachtszeit dürfen wir unsere Aufmerksamkeit
besonders
auf den zweiten Teil der Geschichte richten,
die die Grundbewegung zeigt:
„ Jim, hier bin ich, ich bin Jesus!“
Das gilt es zunächst wahrzunehmen, anzunehmen,
darauf bereiten wir uns vor:
auf Gottes Besuch bei uns.
Er der von sich sagt: Ich bin der ich bin
da, für Dich, zur Hilfe’
kommt, sucht mich immer wieder neu auf, so wie
er mich vorfindet,
mit allen Unaufgeräumtheiten und Mängeln.
Wie leben und (er)warten wir in dieser Adventszeit,
dass Er, die
Barmherzigkeit, bei mir ankommen kann und Raum
findet?
Vielleicht kann es mit den Worten von Jim sein:
„ Jesus, hier bin ich, Dein(e) ___!“
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
sehr herzlich, Ihre Elke Lackmann |
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Bewohne mein Haus,
bediene dich
meiner Sachen,
mach dir’s bequem.
Komm in mein Leben,
ruhe dich aus oder spiele
mit meinen Gedanken.
Sage, wenn möglich:
Hier bin ich, hier bleib’ ich,
sage du, sage wir,
sag das schöne Wort: immer.
Lothar Zenetti
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