Reisesegen – Wettersegen – Segen über
die Früchte der Erde – Haussegen... Ich
liebe sie, diese irischen Segenswünsche, die
so ganz erfüllt sind von
Weite und einer schlichten, kernigen Frömmigkeit,
von einem letztendlichen Vertrauen und dem Wissen um
die Frohe Botschaft. Unser biblischer Glaube ist geprägt
von der Gewissheit: Die Schöpfung
und alles Leben in ihr sind von Gott gewollt und geliebt,
von ihm gesegnet – benedeit. Auch wir sollen
füreinander
zum Segen werden, uns Gutes zusprechen, einander wohlwollend
anschauen und liebevoll im Blick haben, das Ganze sehen,
die Schöpfung, die Alltäglichkeiten und das
Besondere, uns dem Leben und dem Tod stellen, der Freude
und dem Leid.
„Gott
möge bei dir auf deinem Kissen
ruhen, dich schützend in seiner hohlen Hand
halten. Deine Wege mögen dich aufwärts
führen,
freundliches Wetter begleite deinen Schritt. Wind
stärke deinen Rücken – und
mögest du längst im Himmel sein,
wenn der Teufel merkt, dass du fort bist.“ |
Gott
umsorgt uns in seiner unumstößlichen
Treue und segnet uns mit Leben. Das gilt auch dann,
wenn wir den Anschein haben, gerade geht alles „den
Bach herunter“, gerade läuft alles schief
und vom Segen Gottes und dem Wohlwollen der Menschen
keine Spur. Der Segen, der in schmerzlichen Erfahrungen
liegt, ist oftmals erst im Nachhinein erkennbar.
Viele irische
Segensworte sprechen von dieser Wirklichkeit:
„Mögest
du warme Worte an einem kalten Abend haben,
Vollmond in einer dunklen Nacht und eine sanfte
Straße auf dem Weg nach Hause!“ |
Aber
macht nicht gerade das unser Leben aus – das
durchwachsene Auf und Ab des profanen Alltags – dass
es diesen Segen gibt, der unser Leben lebenswert
und lebendig macht?
| "Möge
Gott auf dem Weg, den du gehst, vor dir hereilen,
das ist mein Wunsch für deine
Lebensreise. Mögest du die hellen Fußstapfen
des Glücks finden und ihnen auf dem ganzen
Weg folgen." |
Gottes Segen begleite Sie auf Ihrer
Lebensreise
Sr. M. Josefa op |