Startseite · Programmübersicht · Preise · Tag für Tag · Woche für Woche · Jahresprogramm · Raumangebote
Konzerte im Kloster
· Fotogalerie · Sebastian Kneipp · Gesundheit · Ganzheit · Wellness · Erholung
Urlaub im Kloster · Impressum · Presseberichte · Das neue Gästehaus · Empfehlungen
Rezepte · Gutschein · Kontakt - Anfrage · Anfahrt · Klosterforum · Sitemap
 



"Wo nichts passiert, geschieht sehr viel"

Die Dominikanerinnen von Arenberg haben ihr Kloster zu einer Wellness Oase umgebaut

Von Ulrike Millhahn

Morgens um sechs Uhr im ehrwürdigen Schwesternchor: Zwischen den Dominikanerinnen in ihrer knöchellangen weißen Tracht mit dem schwarzen Schleier sitzen Frauen und Männer in bunter Freizeitkleidung. Gleich nach dem Morgenlob wollen sie weiter zum Tautreten und zur Morgengymnastik. Im Kloster Arenberg bei Koblenz ist eine solche Konstellation kein Widerspruch.

Gastfreundschaft wird in den meisten Klöstern seit jeher groß geschrieben. Doch die 67 Arenberger Ordensschwestern sind noch einen Schritt weiter gegangen. Sie hauten ihr Kloster zu einer Ruhe-Oase um. Wer im Urlaub Leib und Seele neu in Einklang bringen und alle Sinne wieder Spüren möchte, kann morgens, mittags und abends an den traditionellen Stundengebeten teilnehmen, sich beim Aqua Fitness unter fachkundiger Anleitung austoben 0(1er auch einfach gar nichts tun.

Jeder Gast, gleich welchen Glaubens und welcher Lebenssituation, soll sich in seinem Suchen und Fragen, in seinen Hoffnungen und Ängsten verstanden, angenommen und aufgenommen fühlen" - so steht es im Leitbild "Erholen, Begegnen, Heilen", um (las lange gerungen wurde. "Noch ist unser Konzept im Wachsen", sagt die 39-jährige Schwester Scholastika. Sie ist eine der treibenden Kräfte der kleinen Revolution, die sich vor vier Jahren anbahnte.

Die Zeiten, als sich bis zu 700 Schwestern der Gemeinschaft in 42 Niederlassungen zwischen Koblenz und Berlin um Arme, Kranke, Behinderte und verlassene Kinder kümmerten, sind längst vorbei. Ihre Zahl ist auf 220 geschrumpft, im Mutterhaus liegt der Altersdurchschnitt bei 73 Jahren.

Nachdem das Kneipp-Kurheim, das die Ordensfrauen 50 Jahre lang im Mutterhaus am Arenberg unterhielten, unrentabel und marode wurde, suchten im Jahr 2000 alle Schwestern gemeinsam nach einem zeitgemäßen Konzept: "Wir wollten unserem Haus noch mal eine Zukunft geben und zwar für die Menschen mit ihren Nöten von heute", erzählt Schwester Scholastika. Arenberg sollte zu einem modernen Ort der Gotteserfahrung werden.

Die Nonnen steckten alle Ersparnisse, die aus ihren Gehältern als Kinder-, Kranken- und Altenpflegerinnen sowie aus dem Verkauf von Immobilien und Schenkungen stammten, in das Projekt. Für 15 Millionen Euro wurde umgebaut, ohne Hilfe der Kirche oder des Staates.

Entstanden ist nach 19-monatigem Umbau ein fünfstöckiger lichtdurchfluteter Neubau, der alle Gebäude harmonisch verbindet. Hoch unter das Dach wurde die neue Gäste-Kapelle gebaut, mit atemberaubendem Blick ins Rheintal und in die Eifel. ins Untergeschoss kam ein Vitalzentrum mit Schwimmbad, Sauna, Physiotheraple und Fitnesscenter. Brandungsbäder, Licht- und Aroma-Therapie runden das Angebot ab.

Damit scheint Arenberg auch für die mittlere Generation zu einem Ort des Auftankens zu werden. Die 38-jährige Gisela sagt: "Hier finde ich das, was ich im Alltag so vermisse: Ruhe und vor allem Nächstenliebe."
Eine andere Besucherin schreibt ins Gästebuch: "Wo nichts passiert, geschieht sehr viel."
Wer sich der Stille stellt und das Loslassen wagt, braucht oft seelsorgliche Einzelgespräche, beobachten Schwester Scholastika und der Theologe und Psychologe Martin Hofmeir. Der
40-Jährige wurde speziell für diese Aufgabe und für die Entwicklung spiritueller Angebote eingestellt. "Die seelische Not ist groß. Viele Menschen suchen hier nach Sinn und neuen Lebensperspektiven", ist ein erstes Fazit der beiden.

Die Dominikanerinnen wollen mit ihren Angeboten für Körper, Geist und Seele eine Brücke schlagen zwischen ihrer Frömmigkeit und den oft diffusen religiösen Sehnsüchten ihrer Gäste. Deshalb haben sie mit ihren Türen auch ihre Herzen geöffnet. Die Besucherinnen werden aufmerksam und liebevoll begleitet, aber nie bedrängt oder gar missioniert. Jeder darf allein sein - und ist dabei nicht einsam.
Die Schwestern wissen, dass es ein Balanceakt ist, die Stille zu bewahren und dennoch als Unternehmen mit 75 angestellten Mitarbeiterinnen kostendeckend zu arbeiten. Obwohl sie nur mit Selbstkostenpreisen kalkulieren, ist die nötige Auslastung von 70 Prozent noch nicht erreicht. Doch sie vertrauen auf Gott und antworten Bedenkenträgern gern: "Ist beim Herrn etwas unmöglich?" epd

 


Für weitere Informationen, Angebote und Buchungen:
Füllen Sie unser Kontaktformular aus oder
rufen Sie uns an: 02 61 - 6401 -2090
oder
schreiben Sie uns:
info@kloster-arenberg.de

 

Diese Seiten werden betreut von: www.cara-marketing.de